24 | 09 | 2017
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Bätterich, Obere Galerie

06.03.2011

Sonntag Mittag trafen Susi und ich am Thunersee zu einem Tauchgang in der Bätterich ein.

Geplant war das Betauchen der oberen Galerie. Ausgangspunkt war der Einstieg am Bootshaus, also direkt oberhalb des Quelltopfs.
Am Quelltopf legten wir die Sauerstoffflaschen für die spätere Dekompression ab. Bis zum Sattel auf -27m tauchten wir mit EAN 36,
das wir in den Stageflaschen mitführten. Die Stages wurden am Sattel deponiert und auf das Rückengerät mit Pressluft gewechselt.
Nach dem Abstieg auf -46m ging es in der großen Spalte (einem fast senkrechten Schlot) auf -36m rauf. Hier musste ein Jump von
ca. 4m auf die Leine gelegt werden, die in die Obere Galerie führte. Die Hauptleine führte weiter Richtung Norden in 
den Berg hinein.

Wir hingegen stiegen entlang der neuen Leine kontinuierlich weiter auf, bis wir auf ca. -15m auf ein flacheres Teilstück trafen. 
An dessen Ende konnten wir schließlich das hellgrüne Licht des kleineren, westlichen Quelltopfes sehen. Ich verließ die Höhle und
befand mich auf ca. -11,5m, damit Susi auch einen Blick in den Quelltop werfen konnte.
Wir drehten zügig um, da wir den selben Weg zurücktauchen mussten. Der Rückweg ist Geschichte und bedarf keiner weiteren Schilderung
- mit Ausnahme des Abstieges in der großen Spalte: ein absolutes Highlight, wenn man von der Oberen Galerie kommt.
Susi war auf dem Rückweg vor mir und während sie die Spalte beim langsamen Hinabsinken bis nach unten ausleuchtete, wartete ich oben und
genoss den Anblick eine Weile, bis ich mich selber von zunächst -23m auf -37m herabsinken lies. Dort musste ich das Jumpreel 
wieder einsammeln, dann kam das gleiche Schauspiel bis runter auf -46m.
Nach dem Verlassen der Höhle hatte wir noch 18min. Deko mit reinem Sauerstoff, bis wir - Ausstieg = Einstieg - das Wasser
verlassen konnten.

Noch eine Anmerkung zur Oberen Galerie. Diese war erwartungsgemäß vom Profil her teilweise sehr flach. Aber entgegen den wenigen Beschreibungen, die im Internet zu finden sind, war selbst mit D12 Rückengerät immer ein Durchkommen möglich. Auch wenn wir uns mitunter an einigen Stellen durchquetschen mussten. Das Gestein ist im Gegensatz zum unteren Gang sehr porös und dunkel, was viel Licht schluckt.
Und da man den Kontakt mit Boden und/oder Decke meist nicht vermeiden kann, wird das Wasser eingetrübt. So war die Sicht
auf dem Rückweg zwar deutlich schlechter, aber Sichtkontakt zur Leine jederzeit gegeben.  

OM

Zum Schluss noch das Tauchprofil:

Bätterich-Obere Galerie